Die Entwicklung bis 1945

Nach dem Tode von Firmengründer Hermann Schnaufer im Jahr 1928 führte sein Sohn Alfred die Geschäfte alleine fort.

 

Die Hauptmerkmale einer sich wandelnden Struktur des Weinhandels in den 30ern bestanden zum einen darin, dass der Handel mit Weinfässern allmählich durch einen Handel mit bereits auf Flaschen gefüllten Wein abgelöst wurde, zum anderen, dass sich der Abschluss von Geschäften nicht nur auf den Herbst nach der Weinernte konzentriert, sondern dass der Wein in den Gewölbekellern unterhalb des Schlossbergs – daher auch heute noch der Name Schlossbergkellerei – in großen Eichenholzfässern eingelagert und während des ganzen Jahres auf Flaschen gefüllt und vermarktet wurde.

 

Nach dem plötzlichen Tod von Alfred Schnaufer im Jahre 1940 übernahm seine Witwe, Frau Martha Schnaufer geb. Frey, die Weiterleitung der Firma. Mit größtem Einsatzwillen und viel Energie brachte Martha Schnaufer die Weinkellerei durch die Turbulenzen der Kriegsjahre und schuf so die Voraussetzungen, dass ihre vier Kinder Heinz-Wolfgang, Manfred, Waltraut und Eckart mit dem Aufbau der heutigen Firma Hermann Schnaufer GmbH & Co. KG nach dem 2. Weltkrieg beginnen konnten.

 



Die Nachkriegsjahre

Der Firmenstammsitz in der Calwer Lederstraße Der Firmenstammsitz in der Calwer Lederstraße

Nach der Rückkehr der Söhne aus dem 2. Weltkrieg wurde die Firma Schnaufer in eine Familien-KG umgewandelt. Die Führung übernahm der älteste Sohn Heinz-Wolfgang, der umfassende geschäftliche Erfolge zu verzeichnen hatte. Der Betrieb, nunmehr aufgeteilt in Weinkellerei, Weinimport, Sektkellerei, Weinbrennerei und Likörfabrik, arbeitete alsbald mit Vertretungen und Verkaufsdirektionen im gesamten Bundesgebiet.

 

Im Jahre 1950 erlag Heinz Schnaufer auf einer Weineinkaufsreise in Frankreich einem unverschuldeten Autounfall. Hierdurch hinterließ er eine schmerzliche Lücke in der Familie sowie in der Geschäftsleitung. Daher widmeten sich nun Martha Schnaufer mit ihren Kindern Dr. Manfred Schnaufer, Eckart Schnaufer und Waltraut Fengler geb. Schnaufer gemeinsam der Weiterführung der Kellerei.